CBD Nebenwirkungen – Gibt es wirklich keine?

Während konventionelle Arzneimittel bei so manchem Kritiker nicht gut wegkommen, sieht das bei „rein natürlichen“ Wirkstoffen meist ganz anders aus. Auch bei Cannabidiol ist das nicht anders. Es verwundert also kaum, dass im Internet häufig davon die Rede ist, dass CBD Nebenwirkungen nicht existent sind. Wie aber sieht es wirklich aus? Denn wie heisst es doch so schön: „Keine Wirkung ohne Nebenwirkung.“

Was sind CBD Wirkung, was CBD Nebenwirkungen?

Dem allseits bekannten Alchemisten, Arzt und Astrologen Paracelsus haben wir ein geflügeltes Wort zu verdanken, das auch Sie mit Sicherheit kennen. Sinngemäss lautet es: „Die Dosis macht das Gift.“ Die Wahrheit dieser Worte ist allgemeingültig und bezieht sich natürlich ebenso auf die Verwendung von Cannabidiol wie auf den Konsum zu grosser Mengen an Zucker oder extremer Mengen an Wasser. Auch aus rechtlicher Sicht ist die Aussage, dass CBD völlig ohne Nebenwirkungen auskommt, gerade im Hinblick auf die bei weitem noch nicht abgeschlossene Forschung nicht zulässig.

Zudem ist es bis zu einem gewissen Punkt auch immer eine Definitionssache, was jeder für sich als Wirkung und was als unerwünschte Nebenwirkung betrachtet. Bevor wir zu den CBD Nebenwirkungen kommen, wollen wir diesen feinen Unterschied am Wirkstoff Acetylsalicylsäure demonstrieren, der beispielsweise in Aspirin enthalten ist. Bekanntermassen handelt es sich dabei um eines der beliebtesten Kopfschmerzmittel. Allerdings wirkt es gleichsam auch als Gerinnungshemmer und beugt damit Thrombosen vor. Beides ist für sich genommen eine positive Wirkung.

Hat aber nun jemand, der seine Kopfschmerzen mit Acetylsalicylsäure beseitigt hat, bei trockener Heizungsluft Nasenbluten, wird die Gerinnungshemmung zu einer unangenehmen Nebenwirkung. Wir können Sie aber beruhigen, denn die möglichen Nebenwirkungen von CBD sind weitaus seltener und deutlich milder als etwa bei vielen Medikamenten, die Sie vermutlich relativ regelmässig einnehmen.

Durst und ein zeitweilig trockener Mund

Eine Nebenwirkung, von der einige Nutzer von CBD Produkten berichten, ist ein trockenes Mundgefühl. Dieses tritt in der Regel kurz nach der Einnahme auf und wird umgangssprachlich auch als „Baumwollmund“ bezeichnet. Ursächlich ist laut einer argentinischen Studie aus dem Jahr 2006 die Aktivierung der Cannabinoid-Rezeptoren in den sogenannten submandibulären Drüsen, die für die Speichelsekretion zuständig sind. Durch die Aktivierung kommt es den Studienergebnissen zur Folge zur Hemmung der Speichelproduktion bzw. zur Veränderung der Sekretion. Glücklicherweise können Sie mit einem Glas Wasser schnell Abhilfe schaffen. Nur in wenigen Fällen hält die Trockenheit länger an und kann damit zu vermehrten Durst führen.

CBD Nebenwirkungen während der Schwangerschaft

Im Rahmen der Schwangerschaft können allerdings CBD Nebenwirkungen auftreten, die in jedem Fall beachtet werden müssen. Experimente mit Zellen haben gezeigt, dass der Wirkstoff Cannabidiol eine Wirkung auf das sogenannte „Breast-Cancer-Resistance-Protein“ und „P-Glykoprotein“ hat. Gerade während der Schwangerschaft sind diese Proteine sowohl für die Mutter als auch für das ungeborene Kind besonders wichtig, da sie für den Schutz der Plazenta gebraucht werden. Da die Proteine in ihrer Funktionsweise beeinflusst werden können, raten Mediziner während der Schwangerschaft selbst von der Einnahme geringer CBD-Dosen ab.

Leichter Blutdruckabfall durch Cannabidiol

In einigen Studien konnte bei Teilnehmern nach der Einnahme von CBD das kurzzeitige Absacken des Blutdrucks festgestellt werden. Die Forscher gehen davon aus, dass auch andere vereinzelt auftretende CBD Nebenwirkungen wie vorübergehender Schwindel, Schläfrigkeit und kurzweilige Benommenheit auf das Absacken des Blutdrucks zurückzuführen sind. Anfällig waren demnach vor allem Probanden gewesen, die zu leichten Kreislaufproblemen neigen. Wirklich problematisch ist das aber nur in Ausnahmefällen. Wenn Sie Blutdruckmedikamente nehmen müssen, sollten Sie aber in jedem Fall mit Ihrem Arzt über die CBD-Einnahme reden.

CBD Nebenwirkungen bei der Einnahme von Medikamenten

Da Cannabidiol an diverse Rezeptoren andockt, beeinflusst es in unserem Körper natürlich auch die Aktivität von Enzymen, die für den Abbau von Wirkstoffen aus Arzneimitteln verantwortlich sind. Wie bei jedem anderen Stoff, der auf diese Weise in den Stoffwechsel eingreift, kann es so zu Wechselwirkungen mit eingenommenen Medikamenten kommen.

Studien legen nahe, dass unter anderem die Enzyme „CYP3A4“, „CYP2C9“, „CYP2D6“ und „CYP2C19“ von CBD beeinflusst werden. Wechselwirkungen können damit beispielsweise bei Schmerzmitteln (Diclofenac), Gerinnungshemmern (Warfarin), Säurehemmern (Pantoprazol) und Neuroleptika wie Clobazam auftreten. Auch hier sollten Sie mit Ihrem Arzt über die CBD Nebenwirkungen bzw. Wechselwirkungen sprechen, sofern Sie eines der Medikamente einnehmen müssen.

Ahmea GREEN

Ahmea GREEN
Autor von
www.cbdhanfportal.ch

„Mach das Beste das Du kannst aus dem indischen Hanfsamen und säe ihn überall“
​George Washington​

Unser Bestreben liegt darin Hanf wieder als das zu etablieren was er ist, ein wertvoller Rohstoff für Industrie und Medizin.

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