CBD rauchen – Der neue Trend in der Schweiz

Seit dem Jahr 2016 ist Cannabidiol, kurz CBD, in der Schweiz in aller Munde. In nahezu jeder grösseren Stadt spriessen kleine Läden aus dem Boden, in denen es Tabakersatzprodukte und andere CBD-haltige Erzeugnisse zu kaufen gibt. Was aber macht das „legale Gras“ so beliebt, dass nicht mehr nur Jugendliche in Schlabberhosen, sondern auch Geschäftsleute und sogar Senioren CBD rauchen? Und welche positiven Nebeneffekte hat der Boom?

Warum ist CBD rauchen so beliebt?

Rein äusserlich lässt sich das CBD-Gras nicht von konventionellem Gras mit dem typisch hohen THC-Gehalt unterscheiden. Der Unterschied liegt auf der chemischen Ebene und ist gleichzeitig auch der Grund für den CBD-Boom in der Schweiz. Durch den minimalen THC-Gehalt von unter einem Prozent können Produkte, die aus diesen speziell gezüchteten Pflanzen hergestellt werden, völlig legal erworben und konsumiert werden.

Die CBD-haltigen Tabakersatzprodukte wirken nämlich nicht psychotrop und wahrnehmungsverändernd, sondern können laut Studien zahlreiche positive Effekte auf den CBD-Raucher haben. So berichten Konsumenten etwa von einer entspannenden Wirkung und der Reduktion von Angst und Nervosität. Auch bei Einschlafstörungen soll das CBD Abhilfe schaffen. Kein Wunder also, dass sich das Cannabinoid auch bei Senioren zunehmender Beliebtheit erfreut. Wissenschaftliche Studien lassen auch auf das grosse Potential des Cannabinoids schliessen.

Derzeit erforscht man auch in der Schweiz den Zusammenhang zwischen CBD und Krankheiten wie Multipler Sklerose (MS) und Krebs. Die Gründe, die für das CBD-Rauchen sprechen, reichen also von der Behandlung von Schmerzen bis hin zur Entspannung nach einem harten Arbeitstag, ohne dabei in die Illegalität abzugleiten.

Wie kann ich CBD rauchen?

Wer CBD rauchen möchte, um von den Vorteilen des Cannabidiols zu profitieren, der greift typischerweise auf den klassischen Weg zurück. Dazu werden die Blüten des speziell gezüchteten CBD-Hanfs möglichst fein zerkleinert, damit sie sich gut rauchen lassen. Sie haben dabei die Wahl, ob Sie die Blüten mit Tabak vermischen oder doch lieber auf das reine CBD-Gras setzen möchten. Unabhängig davon, ob eine Pfeife oder CBD-Zigarette geraucht wird, raten Mediziner von dieser Art des Konsums ab. Durch den Verbrennungsvorgang entstehen neben Feinstäuben nämlich auch zahlreiche potentiell krebserregende Stoffe, die sich durch die Inhalation in der Lunge festsetzen.

Die unauffällige und schonende Alternative

Aus medizinischer Sicht ist das CBD-Rauchen mit Hilfe eines Verdampfers deutlich atemwegsschonender. Da die Blüten in einem sogenannten Vaporizer wesentlich schonender erhitzt werden als bei der Verbrennung, werden ausschliesslich die Wirkstoffe herausgelöst. Die festen Bestandteile bleiben hingegen da, wo sie hingehören, im Vaporizer. Mit Hilfe eines passenden Vaporizers lassen sich alternativ auch hochkonzentrierte CBD-Kristalle, Pasten und Öle verdampfen.

Noch komfortabler lässt sich der Wirkstoff über qualitativ hochwertige CBD-E-Liquids mittels E-Zigarette rauchen. Für diese Variante sprechen zudem der dezentere Geruch und die Diskretion. Gerade wenn Sie im Stadtpark oder an anderen öffentlichen Plätzen CBD rauchen möchten, ist eine E-Zigarette deutlich unauffälliger. Mittlerweile raucht auch hierzulande schliesslich gefühlt jeder Dritte E-Zigarette.

Darum profitieren die Schweizer Bauern vom CBD-Boom

Kurioserweise könnte der Trend zum Konsum von CBD gleich mehrere positive Nebeneffekte haben, die über das Entspannungsbedürfnis des Einzelnen und potentielle medizinische Wirkungen hinausgehen. Setzt sich der Boom fort, könnten die gebeutelten Schweizer Bauern die großen Profiteure sein.

Hanf ist nämlich eine vergleichsweise anspruchslose Pflanze, die auch in schroffen Höhenlagen wächst. Durch das lukrative Geschäft könnten viele Schweizer Bauern künftig sogar ohne staatliche Subventionen über die Runden kommen. Damit aber noch nicht genug, denn Hanf wandelt so viel CO2 in Sauerstoff um wie kaum eine andere Pflanze. Also: „CBD rauchen für den Klimaschutz.“

Potentieller Segen für das Gesundheitssystem

So paradox es klingt, aber der zunehmende CBD-Konsum in der Schweiz könnte sich als Glücksfall für das Gesundheitssystem erweisen. Laut Experten liessen sich die mit dem Tabakkonsum verbundenen Gesundheits- und Sozialkosten in Höhe von derzeit rund 10 Mrd. Franken pro Jahr deutlich senken. Jedenfalls dann, wenn ein Teil der Raucher vom blauen Dunst auf CBD umsteigt.

Geht es nach den Ergebnissen einer im Jahr 2013 von den Wissenschaftlern Morgan, Joye und Curran veröffentlichten vorklinischen Untersuchung, ist CBD ein vielversprechendes Mittel zur Behandlung von Nikotinsucht. Markus Meury von „Sucht Schweiz“ sieht das CBD-Rauchen darüber hinaus als mögliche Ausstiegshilfe für Cannabissüchtige.

Ahmea GREEN

Ahmea GREEN
Autor von
www.cbdhanfportal.ch

„Mach das Beste das Du kannst aus dem indischen Hanfsamen und säe ihn überall“
​George Washington​

Unser Bestreben liegt darin Hanf wieder als das zu etablieren was er ist, ein wertvoller Rohstoff für Industrie und Medizin.

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